…Stefanie Piesch

Weltklassetennis für Jugendliche
unter 16 Jahren in Stuttgart
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Über 400 Teilnehmer aus allen fünf Kontinenten. Darunter auch die Vierzehnjährige Stefanie Piesch vom TSV Mönchröden, die als letzte Westeuropäerin knapp das Halbfinale verpasste.
 
STUTTGART / RÖDENTAL / COBURG: Lettlands Tennishoffnung Ernests Gulbis, Rumäniens Top-30-Spielerin Alexandra Dulgheru, Kasachstans German-Open-Sieger Andrey Golubev oder auch die Deutschen Meister der beiden letzten Jahre, Peter Gojowczyk und Cedric-Marcel Stebe – sie alle haben auf ihrem Weg auf die Profi-Tour Station gemacht beim Mercedes Jugend Cup. Es sind rund 400 Nachwuchstennisspieler zwischen 13 und 16 Jahren, die jedes Jahr den Weg nach Renningen und Rutesheim finden und alle davon träumen, es diesen erfolgreichen Vorbildern eines Tages nachzumachen und den Sprung auf die Profi-Tour zu schaffen. Doch nicht nur deshalb zählt das Turnier vor den Toren Stuttgarts zu den besten Europas: Und auch der Industrie sind die Qualitäten des Turniers nicht verborgen geblieben: „Der Mercedes Jugend Cup ist eines der besten Turniere seiner Art in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa“. Er besticht durch seine professionelle Organisation und auch durch die professionelle Darstellung vor Ort. Junge Spieler erhalten hier einen ersten Einblick in Ihre Zukunft als Profi. In diesem Jahr war auch die erst Vierzehnjährige Stefanie Piesch vom TSV Mönchröden dabei, die die Zulassung für dieses Turnier der höchsten Kategorie 1 über die Europäische Rangliste erhielt und in der Altersklasse U16 an den Start ging. Der Mönchrödenerin gelang dabei der größte Erfolg ihrer Karriere in dieser Altersklasse. Stefanie Piesch schaffte es tatsächlich als letzte verbliebene Deutsche und letzte Westeuropäerin bis ins Viertelfinale und belegte damit den 5. Platz. Stefanie Piesch, die für den TC-Weiß-Rot Coburg in der Landesliga spielt, hatte dabei auch beste Unterstützung, denn ihr Heimtrainer Christian Höhn vom TC-Weiß-Rot Coburg war mit dabei und trainierte mit ihr vor Ort. Stefanie Piesch tat sich anfangs etwas schwer, aber nach zwei Siegen lief es dann besser. Im Achtelfinale traf die Mönchrödenerin dann auf die an Nummer 3 gesetzte und ein Jahr ältere Weißrussin Elena Golovnyova, der Nummer 69 der Europäischen Rangliste der U16. Stefanie Piesch hatte Probleme mit dem druckvollen Linkshänderspiel ihrer Gegnerin, obwohl die Mönchrödenerin in einem vorherigen Spiel ebenfalls eine Linkshänderin, die Lettin Adriana Blinova hatte und mit 6 : 3 und 6 : 4 keine großen Schwierigkeiten hatte. Aber gegen die Nummer 3 des Turniers war Stefanie Piesch nur Außenseiterin und verlor auch den ersten Satz mit 3 : 6. Nun hatte die Weißrussin aber nicht mit den Kämpferqualitäten von Stefanie Piesch gerechnet. Die Mönchrödenerin hielt nun voll dagegen, konnte sich die entscheidenden Vorteile erspielen und das Match tatsächlich noch drehen. Stefanie Piesch gewann die beiden nächsten Sätze mit 6 : 2 und 6 : 3 und erreichte damit niemals erwartet das Viertelfinale. Jetzt war sogar ein Platz auf dem Siegerpodest möglich. Im nächsten Spiel um den Einzug ins Halbfinale gegen die an Nummer 7 gesetzte und zwei Jahre ältere Russin Ivanka Karamalak lag Stefanie Piesch sogar mit 5 : 3 im ersten Satz in Führung. Leider ließen nun die Kräfte nach und die Mönchrödenerin verlor mit 5 : 7 und 2 : 6. Hätte Stefanie Piesch dieses Spiel noch gewonnen, so hätte sie das unter die TOP-75 der Europäischen Jahresrangliste der U16 (Race to Masters) katapultiert. Trotzdem hat Stefanie Piesch mit dem Erreichen des 5. Platzes bei diesem Hochbesetzten Turnier einen Riesensprung in der Rangliste der U16 gemacht und in Europa fast schon die TOP-100 geknackt. Die Mönchrödenerin, die eigentlich immer noch der Altersklasse U14 angehört, belegt nun Platz 106 der Europäischen Jahresrangliste der U16 (Race to Masters). Hier ist sie momentan drittbeste Deutsche. In ihrem Jahrgang 1997 ist sie hier momentan sogar die Nummer 1.
 
Im Bild: Stefanie Piesch in Aktion