Schlechtes Spiel der Bayern blieb unbestraft – Nullnummer in Nürnberg Buli 27. Spieltag

Nach dem die Bayern früh durch Klose in Führung gingen, taten sie gegen starke Frankfurter wenig. Das Ergebnis war die erste Niederlage seit 19 Spielen. Dank der schlechten Hoffenheimer Chancenauswertung konnten die Nürnberger einen Punkt gegen den Abstieg sichern.

FC Eintracht Frankfurt  –  FC Bayern München  2:1

Das 0:1 für den Rekordmeister viel früh durch Miroslav Klose der den Ball nach einem  van Bommel Schuss zur Führung einnetzte. Die 51.500 Zuschauer in der Commerzbank Arena saßen erst sieben Minuten auf Ihren Plätzen. In der Folge stellten die Münchner die Offensivarbeit vollkommen ein und van Buyten musste für den schon geschlagenen Butt auf der Linie retten. Der Torwart, in diesem Spiel bester Münchner, lenkte einen Kopfball von Köhler über die Latte.  Ribery und Gomez immer noch verletzt konnten den schwachen und unauffälligen Robben nicht unterstützen.

In der zweiten Halbzeit kamen die Frankfurter verstärkt über die linke Abwehrseite der Münchner. Youngster David Alaba war merklich überfordert und musste reichlich Lehrgeld zahlen. Butt klärte in höchster Not einen Schuss von Jung. Die beste Chance in der zweiten Halbzeit hatte der eingewechselte Tymoshchuk. Zwei Spieler auf sich ziehend konnte Robben auf den Ukrainer passen, aber Nikolov nahm ihm den Ball vom Fuß. Dies war die zweite und letzte Chance. Mit einer Jochbeinprellung musste Daniel van Buyten ausgewechselt werden und konnte seiner Hintermannschaft nicht die nötige Stabilität geben. David Alaba wollte den Ball innerhalb des Strafraumes auf Jörg Butt passen, dass dieser ihn aus der Gefahrenzone schlagen konnte. Der Ball kam leider zu kurz und der erst 19 jährige Tsoumou schoss mit einem strammen Schuss zum 1:1 ein. In der letzten Spielminute tanzte Martin Fenin wieder David Alaba aus und trosch den Ball zum 2:1 Sieg am verblüfften Jörg Butt vorbei. Insgesamt war der Sieg verdient und lies den Vorsprung des Rekordmeisters auf die Verfolger weiter schmälzen.

1. FC Nürnberg   –  TSG 1899 Hoffenheim   0:0

Von Beginn an gingen die Hoffenheimer offensiv vor und die Tätigkeiten der Clubberer beschränkten sich nur auf die eigene Hälfte. Javier Pinola konnte für seinen Torwart auf der Linie klären, der Nachuss durch Carlos Eduardo krachte gegen die Latte. Es dauerte bis zur 30. Minute als Gündogan einen Schuss über die Querlatte schoss.

Pinola war zu weit weg als Sahlihovic eine Flanke glücklicherweise neben das Tor köpfte. Carlos Eduardo über den viele Angriffe der Hoffenheimer gingen wurde in der zweiten Halbzeit früh ausgewechselt. Sichtlich nicht damit einverstanden, nahm die Auswechslung des Brasilianischen Nationalspieler der Partie jeglichen Schwung. Ibesevic schoss Raphael Schäfer an, den schwachen Nachschuss konnte er jedoch parieren. Kurz vor Schluss streifte ein Schuss von Marcel Risse über das Tor.

Für Hoffenheim waren es zwei verlorene Punkte, da gegen schwache Nürnberger bei effektiverer Chancenverwertung mehr drin gewesen wäre.

Borussia Dortmund  –  Bayer 04 Leverkusen  3:0

Die große Chance den FC Bayern zu überholen, nutzten die Leverkusener nicht. Die erste Halbzeit ging ganz klar an den Werksclub. Gonzalo Castro schoss den Ball aus 20 Meter flach auf das Tor der Dortmunder. Stefan Kiesling, welcher im Weg stand, konnte den Ball kontrollieren und lief frei auf Roman Weidenfeller zu. Der Keeper blieb ganz lang stehen und bekam den Ball gegen die Brust. Die Vorarbeit für Derdiyoks Kopfball lieferte wiederrum Gonzalo Castro durch eine Flanke über die linke Seite. Jedoch konnte Weidenfeller, bester Borusse, den Ball mit einer Hand über die Latte lenken. Ein langer Ball aus dem Mittelfeld konnte der Franke Kiesling nicht kontrollieren und Weidenfeller konnte in höchster Not den Ball aus dem Strafraum fausten. Die einzige Chance der Dortmunder konnte Nationalkeeper klären.

Trainer Jürgen Klopp motivierte anscheinend seine Mannschaft in der Pause so gut, denn nach dem Anpfiff drehte sich die Partie um 180 Grad. Die Leverkusener wären beinahe in Rückstand geraten, aber René Adler konnte per Reflex einen Konter von Großkreutz  zur Ecke abwehren. Die anschließende Ecke verlängerte Owomoyela am kurzen Pfosten und Lucas Barrios bestrafte die beginnende Leverkusener Nachlässigkeit. Die 80.100 Zuschauer hatten schon den Jubel zum zweiten Tor des Tages auf den Lippen, aber ein Fernschuss von Barrios konnte Adler über die Latte lenken. Glück für Leverkusen, denn ein brutaler Fehlpass blieb unbestraft.

In der 60. Minute schickte Zidan seinen an diesem Spieltag überragenden Sturmpartner auf die halblinke Seite und dieser schoss per Außenrist ins Tor. Adler war chancenlos.

Da der Argentinier angeschlagen in die Partie ging, und sein Einsatz unter der Woche lange fraglich war, wurde er für Dimitar Rangelov ausgewechselt. Der Joker von Jürgen Klopp stach und er stellte den 3:0 Endstand her.

Leverkusen konnte der Dortmunder Offensive nichts entgegen gesetzt werden und nutzte die Chance nicht, wieder Tabellenführer zu werden.

Hamburger SV –  FC Schalke 04   2:2

Nach dramatischen 90 Minuten standen die Spieler von Schalke 04 mit hängenden Köpfen im Mittelkreis. Durch das 2:2 (0:1) beim Hamburger SV hatten die Königsblauen nach den Patzern der Konkurrenz die große Chance auf die Tabellenführung fast schon fahrlässig verspielt. Die erste Hälfte des Topspiels war von gegenseitigem Respekt geprägt. Beide Mannschaften wollten auf jeden Fall verhindern, dem Gegner ins offene Messer zu laufen und Konterchancen zuzulassen. Torgelegenheiten gab es zunächst nur nach Fehlern und Freistößen. Die erste große HSV-Chance hatte in der 14. Minute van Nistelrooy, der nach einem Freistoß akrobatisch den Ball knapp am Tor vorbeischoss. Auf der Gegenseite scheiterte Kevin Kuranyi nach Hamburger Ballverlusten im Aufbau zweimal am großartig klärenden Frank Rost. Anschließend wirkten die Gastgeber völlig verunsichert. Sie verloren gegen die aggressiv pressenden Schalker zahlreiche Bälle im Spielaufbau und die Hintermannschaft wirkte ein ums andere Mal unsortiert. Die HSV-Führung kurz vor der Pause fiel deshalb überraschend. Einen Freistoß von Trochowski aus 18 Metern konnte Neuer nur nach vorne fausten und „Van-the-Man“ Nistelrooy staubte mit seinem einmaligen Torjägerinstinkt gedankenschnell ab. In der 2. Hälfte wurde es auf dem Platz sehr giftig, wobei Schiedsrichter Wolfgang Stark Probleme hatte, bei den zahlreichen harten Zweikämpfen das richtige Strafmaß zu finden. Der Schalker Ausgleich fiel dann aus HSV-Sicht unglücklich, aber verdient. Kuranyi köpfte am langen rechten Pfosten eine Flanke ein, die Rozehnal unabsichtlich verlängert hatte, wodurch Rost nicht mehr an den Ball kam. Schalke machte vom Ausgleich beflügelt weiter und hatte in der nächsten Szene ein bisschen Glück, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark das Einfädeln Baumjohanns bei van Nistelrooy im Strafraum als Foul wertete und auf den Elfmeterpunkt zeigte. Schon den ersten Versuch verwandelte Rakitic, doch einige Spieler waren zu früh in den Strafraum gelaufen. Nervenstark setzte der Kroate auch den zweiten Versuch ins Hamburger Tor. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, riefen die mitgereisten 5000 Schalker Fans nach diesem 2:1 in der 68. Minute. Doch Pitroipa machte den Schalkern mit seinem Treffer zum 2:2 einen Strich durch die Rechnung.

VfL Wolfsburg   –  Hertha BSC Berlin   1:5

Hertha BSC bezwang mit einer überragenden Leistung den amtierenden deutschen Meister VfL Wolfsburg mit 5:1. Die Berliner waren über 90 Minuten das bessere Team und zeigten sich endlich effektiv in ihrer Chancenverwertung.

Von Beginn an engagierter versuchte der Hauptstadtclub die Wolfsburger in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Nach nur sechs Minuten wurde sie für ihren Offensivdrang belohnt. Cicero schickte seinen brasilianischen Landsmann Raffael auf der rechten Seite, dieser legte von der Torauslinie auf Gekas zurück, woraufhin der Grieche Wolfsburgs Keeper Marwin Hitz mit einem platzierten Flachschuss aufs lange Eck keine Abwehrchance ließ. Nur zwei Minuten später konnten die Hauptstädter auf 2:0 erhöhen. Ein Freistoß von Drobny über gut 80 Meter wurde von der kompletten Wolfsburger Innenverteidigung unterschätzt, wodurch Ramos vollkommen frei vor Hitz auftauchte und per Vollspann ins kurze Eck vollendete. Wolfsburgs Cheftrainer Lorenz-Günther Köstner reagierte in der 35. Spielminute auf die bis dato katastrophale Vorstellung seiner Schützlinge und brachte mit Grafite einen zusätzlichen Stürmer. Dieser Wechsel sollte sich sofort bezahlt machen, der aufgerückte Alexander Madlung flankte aus dem Halbfeld in den Sechzehner zu Edin Dzeko, den Querpass des Bosniers verwandelte Grafite mit seinem ersten Ballkontakt aus zwei Metern zum 1:3 über die Torlinie (36.). In Spielminute 63 dann die endgültige Entscheidung – Friedrich legte den Ball flach ins Sturmzentrum zu Gekas, der zwei Gegenspieler ins leere Laufen ließ und überlegt ins linke Eck einschoss. Mit einem eiskalten Winkelschuss erzielte Ramos den 1:5 Endstand in der 84. Minute.

Situation in der Liga:

1. FC Köln – Borussia Mönchengladbach  1:1

Das Rheinderby endete 1:1 Unentschieden. Beide Teams konnten sich nicht von den näher kommenden Club aus dem Tabellenkeller distanzieren. Glücklicherweise blieb das Duell der Erzfeinde ohne nennenswerte Zwischenfälle durch Randale und Schlägereien beider Fangruppen. Eine Großaufgebot der Polizei konnte dies verhindern.

Werder Bremen –  VfL Bochum   3:2

Den Rückstand durch Sestak konnten die Bremer schnell klären. Es war ein spannendes Spiel, da beide Mannschaften mit offenen Visieren spielten. Werder verdrängte Hamburg von einem Europaleague Platz. Der VfL steckt weiterhin im Abstiegskampf fest.

SC Freiburg –  1. FSV Mainz 05   1:0

Den ersten Sieg nach einer langen Durststrecke konnte Freiburg gegen Mainz verbucht. Johannes Flum sorgte mit seinem ersten Saisontreffer für zusätzliche Spannung im Abstiegskampf.

Der 27. Spieltag:

FC Eintracht Frankfurt   FC Bayern München   2:1

1. FC Nürnberg                   1899 Hoffenheim        0:0

Borussia Dortmund           Bayer Leverkusen     3:0

SC Freiburg                           1. FSV Mainz 05          1:0

Werder Bremen                   VfL Bochum                  3:2

VfB Stuttgart                         Hannover 96                2:0

Hamburger SV                      Schalke 04                    2:2

VfL Wolfsburg                       Hertha BSC Berlin      1:5

Den Spieltag für G.Y.P. sahen Phillip und Christoph.