RIESTER……bei Walter ‚mal nachgefragt

Am 15. März 2010 war Walter Riester in Coburg zu Gast. Klar, irgendwie hat man den Namen ja schon gehört. Immer wieder gibt es den Begriff „Riester-Rente“ in den Medien, teilweise zu Hause oder in einer Bank zu hören. Walter Riester ist der „Vater“ der neuen Rente, die er noch als damaliger Bundesminister (bis 2002) in Deutschland schuf.  Für die heutigen und zukünftigen Generationen wird die Rente nach dem Berufsleben immer weniger. Für den ehemaligen Fliesenleger war es auch eine Art Herzensangelegenheit für breite Schichten der Bevölkerung eine zusätzliche Absicherung zu schaffen.  (Nähere Infos zur RiesterRente können Euch auch die Jugendberater der VR-Bank jederzeit geben…). Warum das für Euch wichtig ist? Es gibt staatliche Zuschüsse zu dieser „Sparform“ und viele Eltern von Euch wissen dies nicht und als junger Mensch kann man ab 18 Jahren mit minimalen Beträgen eine tolle Vorsorge schaffen. Es ist natürlich eine ewig lange Zeit für Euch bis dahin, aber je eher man damit beginnt, ist die Zeit ein wesentlicher Faktor und man benötigt nur kleine Beträge für einen hohen Betrag & Ertrag. Klingt komisch – ist aber so.

Wir haben Walter Riester in einer Pressekonferenz ein paar Eurer & unserer Fragen gestellt:

GYP-Redaktion: Herr Riester, können Sie eigentlich Ihren Namen noch so richtig hören?

W. Riester: Ja, natürlich! Ich habe ja nichts Schlechtes getan. Das passt schon. Ich habe mich daran gewöhnt.

GYP-Redaktion: Als Sie die Rente geschaffen haben, fand dies in Ihrer Familie – wegen des Namens „Riester-Rente“ durchweg Zustimmung oder gab es den ein oder anderen „Verbesserungsvorschlag“ für einen anderen Namen der Rente.

W. Riester: Privat gab es da gar keine Probleme oder so. Die Familie hat mich stets unterstützt. Da hat auch keiner gefragt. Das ist so gekommen und ist in Ordnung.

GYP-Redaktion: Bei Jugendlichen besteht teilweise die Meinung: „Ich lebe heute – was kümmert mich die Rente!“ Was sagen Sie diesen?

W. Riester: Naja, das kann man einerseits verstehen. Ich habe damals auch nicht viel anders gedacht. Aber ich habe durch mein Elternhaus mit auf den Weg bekommen, dass man etwas auf die „hohe Kante“ legen sollte (für schlechtere Zeiten). Ich bin damit sehr gut „gefahren“. 85-90% der Menschen und der jungen Leute können von der Riesterrente profitieren. Auch wenn es uncool erscheint, ich kann es nur jedem empfehlen. Zumindest sich darüber zu informieren.

GYP-Redaktion: Was müsste man heute noch tun?

W. Riester: Erstens würde ich immer wieder diese Entscheidung nochmals treffen und sich den Herausforderungen stellen.

GYP-Redaktion: Sie sind heute kein Politiker mehr. Würden Sie wieder?

W. Riester: Nein. Außerdem hatte ich das nie vor. Weder als Fliesenleger oder später für die Gewerkschaft tätig. Ich wurde gefragt, und ich habe es für einen richtigen Schritt gehalten. Jedoch sollte man sich – und das ist ein Tipp an die jungen Menschen im GYP-Club – immer einmischen und einbringen. Es lohnt sich!

GYP-Redaktion: Wir wünschen Ihnen alles Gute und vielen Dank für das Interview

Bilder vom „Riester-Day“ in Coburg gibt’s hier:

no images were found