Kanupolo – Die Trendsportart des Paddel- und Segelclubs Coburg – Schney!

Es ist ein sonniger Frühlingstag als unsere GYP Redakteure Sebastian und Christoph um halb zehn am Bootshaus des Paddel- und Segelclub Coburg in Schney bei Lichtenfels eintreffen. Der Main hat aber noch recht frische zehn Grad Celsius, was den Jungs und Mädels der Kanupoloabteilung des Paddel- und Segelclubs Coburg aber ziemlich egal ist. Im Gegenteil sogar – sie können es kaum erwarten mit ihren Booten im Wasser zu sein und das Tor an die richtige Position zu ziehen und zu befestigen.

Kanupolo, Tore auf dem Wasser – Ihr verstehst nur Bahnhof? Soviel vorweg: Es werden keine Pferde in den Main zum Baden geschickt oder gar in ein Boot gezwängt.

Ein Ausschnitt des Länderspieles zwischen Deutschland und den Niederlanden zeigt, wie spannend und spektakulär der Kanupolo Sport ist.

Die Sportart wird international bei den World Games und deutschlandweit in mehreren Amateurligen gespielt. Es ist eine Mischung aus Handball und Rugby, bei der die Spieler sich in kleinen und wendigen Kajaks setzen und im Wasser versuchen einen Ball in das gegnerische Tor zu werfen. Hauptsächlich finden die Spiele auf ruhenden Gewässern wie Baggerseen statt. Ideal wären Schwimmbäder aus Austragungsorte, jedoch sind die meisten Mieten nicht erschwinglich. Auf dem 23 x 35 Meter großen Spielfeld stehen sich fünf Spieler jedes Teams gegenüber. In der Wechselzone tummeln sich drei Ersatzspieler und warten auf Ihren Einsatz. Da während eines Spiels mit sehr viel Körpereinsatz gespielt wird, ist zum Schutz der Spieler vor Verletzung durch schmerzhafte Schläge mit dem Paddel Schutzkleidung vorgeschrieben. Ein Helm mit passendem Gesichtschutz, Schwimmweste und ein wärmender Neoprenanzug gehören zur Ausrüstung.  Die Tore sind in zwei Metern Höhe angebracht, die ein Spieler als fliegender Torwart verteidigt. Zwei Schiedsrichter, ein Zeitnehmer und der Protokollführer passen auf und notieren alle wichtigen Geschehnisse.

Als alle Kanuten bereit sind, geht´s los: Trainer und Betreuer Klaus Schmalenbach schickt erst mal seine Schützlinge zum Aufwärmen flussaufwärts. Es ist eine kleine Erfolgsgeschichte die dank des Engagements von Herrn Schmalenbach und seiner Frau Katrin geschrieben wurde. „Seit der Gründung im Jahre 2000 betreiben wir den Kanusport in Coburg. Unter den 30 aktiven Mitgliedern befinden sich zwanzig Schüler und Jugendliche“, erzählt er uns stolz. Das Nachwuchsteam möchte die Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr erreichen, in der dritten Liga kämpfen die Senioren um jeden Sieg und werden durch Gastspieler aus Neuburg an der Donau und Hanau verstärkt. Ein hartes Training, in dem der Spaß auch nicht zu kurz kommt, ist Grundlage für die Erreichung aller gesteckten Ziele. Im Sommer sind die Polospieler bis zu vier Mal pro Woche im Kanu auf dem Main zu finden. Alle Spieltage finden im Turniermodus statt und so duellieren sich mehrere Mannschaften an einem Wochenende. In den Wintermonaten steht am Samstagabend das Coburger Aquaria zur Verfügung. „Wir legen auch viel Wert auf Konditions- und Krafttraining. So sind wir regelmäßig in der Turnhalle am Heimatring zu finden.“, erzählt Herr Schmalenbach.

Gerade treffen die Kanuten von der Aufwärmrunde wieder ein und beginnen sich den Ball über kurze Distanzen zu zuwerfen. „Also ich muss, dann mal“, sagt der Trainer und hat sich schon mit dem Boot vom Ufer abgestoßen. Anschließend passen sich alle das Spielgerät nach kurzem Kommando zu. Jetzt wird deutlich, wie wendig die zwischen zwei und drei Meter großen Boote sind. Anfänger und Einsteiger können sich ein Kajak beim Paddel- und Segelclub leihen. Möchte sich ein Mitglied ein neues Boot anschaffen, kostet dies je nach Qualität ca. 1.000 Euro. Der Verein bietet helfend eine Ratenzahlung zur Entlastung des eigenen Geldbeutels an.

Um die neue Spielzüge einzustudieren, teilt Herr Schmalenbach alle Spieler in zwei Teams ein. Im anschließenden Spiel, geht es im Kampf um den Ball geht es richtig zur Sache! Zum Schutz der Spieler wird aber der Einsatz mit dem Paddel gegen den Körper des Gegenspielers und absichtliches Rammen mit einem Foul und Ballbesitz für den Gegner geahndet. Es ist auch verboten, den Ball auf oder unter die Spritzdecke zu legen. Nach kurzer Zeit hat die Partie an Fahrt gewonnen und der Torwart konnte durch den Einsatz seines Paddels einige gute Würfe gerade noch abwehren. Auch die berühmte Eskimorolle ist schwer von Vorteil, wenn ein Kaja kentert und mit einer flüssigen Körperdrehung wieder in die Ausgangslage gebracht werden muss. Kurz halten die Mitspieler inne und müssen sich kurz schütteln denn sie können mit ihrem Kollegen mitfühlen der wieder aus dem kalten Fluss aufgetaucht ist. Auch ein lautes „Brrh!“ und „Uah kalt!“ ist zu hören. Man merkt mit wie viel Spaß alle bei der Sache sind, denn die Kälte ist schnell vergessen. Für viele ist die interessante Sportart mehr als nur ein Hobby.

Wer gerne mal ein Probetraining machen möchte oder Fragen hat kann sich gerne auf der Internetseite http://www.psc-coburg.de/ informieren. Der GYP – Club wird weiterhin über Kanupolo berichten und Euch auf dem Laufenden halten, ob die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft geschafft werden konnte. Natürlich drücken wir den Jungs und Mädels alle verfügbaren Daumen!

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3 Kommentare

  1. Jule 1994 days ago

    Des sieht je lustig aus!!! 🙂 Davon hab ich noch nie was gehört..! Sieht fast n bissl so aus wie Wasserball mit Kanus!

  2. sam 1984 days ago

    Wahnsinn wie die sich reinhauen, ich bin das letzte mal schon nach wenigen Metern gekentert …. 🙁

  3. miri 1981 days ago

    Die Sportart ist super, denn der Trainer ist auch Lehrer an der CO II 😀

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