Jugendsprache

Worte wie „Arschfax“ oder „Atze“ hört man immer öfter.

Diese Wortneuschöpfungen stammen aus der Jugendsprache.

Doch was verbirgt sich hinter der Jugendsprache? Warum ist sie für Teenager so interessant, warum für die Erwachsenen ein rotes Tuch?

Eine einheitliche Jugendsprache gibt es nicht.

Es bestehen viele unterschiedliche Formen, die sich aus verschiedenen sozialen Jugendgruppen heraus gebildet haben.

Formen der Jugendsprache sind:

  • Comicdeutsch
  • Szenesprache
  • Drogenjargon
  • Graffiti-Jargon
  • Schülersprache
  • Soldatensprache
  • Studentensprache

Vor allem bei SMS oder in Chatforen wird der Text nicht mehr in Standarddeutsch verfasst, sondern einfach so geschrieben, wie der Jugendliche spricht. Meist auch mit speziellen Abkürzungen oder Zeichen. Oft werden auch Englische Begriffe umgewandelt oder „eingedeutscht“.

Mit der Jugendsprache möchten Teenager einen Kontrast zu den Erwachsenen herstellen und ihre Identität mit der jeweiligen Jugendgruppe festigen.

Erwachsene haben für die Jugendsprache meist wenig Verständnis und empfinden sie irritierend oder besorgniserregend. Nach dem Motto:“ Was soll aus unserer Jugend mal werden, wenn sie sich schon nicht normal unterhalten können?“

Mittlerweile gibt es sogar schon Bücher zur Jugendsprache, dass die Älteren auch mal verstehen, was wir Jungen sagen 🙂

Jedes Jahr wird vom Verlag Langenscheidt das „Jugendword des Jahres“ gesucht.

2008 war es „Gammelfleischparty“ (Ü30-Party)

2009 „hartzen“ (arbeitslos sein)

Welche Jugendwörter findet Ihr gut/lustig und welche geh´n mal garnicht?

Hier ein paar Beispiele:

  • Abwrackprämie – Rente
  • Änderungsfleischerei – Klinik für Schönheitschirurgie
  • Arschfax – Etikett, das aus der Hose hängt
  • Atze – Kumpel, Freund
  • Bienenkotze – Honig
  • copypasten – abschreiben
  • egosurfen – sich selbst im Internet über Suchmaschine suchen
  • emotional flexibel – launisch
  • flateratelabern – quasseln
  • Hochleistungs-Chiller – sehr faule Person
  • Hottie – attraktive Person
  • Klappkaribik (oder auch Münzmallorca) – Solarium
  • resetten – rückgängig machen
  • Speckbarbie – Mädchen mit viel zu enger Kleidung
  • abgespaced – verrückt
  • bombe – toll
  • checken – nachschauen, untersuchen
  • funzen – funktionieren
  • Hau rein! – Tschüss
  • (Voll-)Horst – Idiot
  • Mecces – McDonald´s
  • Player – gut aussehender Junge
  • Schottergott – Geldautomat
  • Sechserpasch – Zeugnis
  • Zielfoto – Blitzerfoto