Interview mit der Deutschen Meisterin im Rodeln, Svenja Oesterreicher.

G.Y.P. Team: Svenja, wie bist du zum Rodeln gekommen und wie lange betreibst du den Sport schon?

Svenja: Durch Thomas Langhammer und den RRV Sonneberg/Schalkau e.V. Im Kindergarten habe ich schon mit 4 Jahren angefangen zu rodeln.

G.Y.P. Team: Wie oft trainierst du in der Woche?

Svenja: Ich trainiere jede Woche von Montag bis Freitag nach der Schule von 14.00 Uhr bis ca. 17.00 Uhr. Auch in den Ferien und an den Wochenenden fahren wir auf Lehrgänge oder üben in Oberhof. Wenn wir mal zuhause sind, trainieren wir selbständig.

G.Y.P. Team: Wie sieht ein ganz normaler Trainingstag bei dir aus?

Svenja: Ich stehe um 6.00 Uhr auf, mache mich für die Schule fertig und frühstücke. Um 7.10 Uhr beginnt schon der Unterricht. Ich habe jeden Tag 6-7 Stunden, außer am Dienstag. Am Dienstag habe ich nur 2 Stunden, damit ich morgens auch noch trainieren kann. Nach der Schule esse ich Mittag. Danach beginnt schon um 14.00 Uhr das Training. Ich trainiere dann bis 17.00 Uhr Kraft, Gewandtheit, Schnelligkeit, Ausdauer, Starttechnik und das Rodeln auf der Bahn. Um 17.30 Uhr gibt es Abendessen. Später, um  18.30 bis 19.30 Uhr haben wir Hausaufgabenzeit in der wir schriftliche Aufgaben lösen, aber auch mündlich für Leistungskontrollen und Klassenarbeiten lernen. Danach haben wir Freizeit, in der wir uns ausruhen, die wir aber auch zum Schlittenbau nutzen. Um 21.30 Uhr haben wir Nachtruhe.

G.Y.P. Team: Was fasziniert dich am Rodeln?

Svenja: Mich fasziniert die hohe Geschwindigkeit, mit der wir durch die Eisbahn rodeln. Außerdem die verschiedenen Bahnen, denn jede lässt sich anders fahren. Meine persönliche Lieblingsbahn ist Königsee, weil mir da das Rodeln besonders Spaß macht.

G.Y.P. Team: Was kosten Schlitten und Rennanzug?

Svenja: Ein Schlitten kostet 1200 Euro und ein Rennanzug 280 Euro.

G.Y.P. Team: Bist du noch nervös vor Wettkämpfen oder hast Angst vor Stürzen?

Svenja: Vor Wettkämpfen bin ich immer ein bisschen aufgeregt, aber das ist ja ganz normal. Angst vor den Stürzen sollte man nicht haben, weil man dann vielleicht auch vorsichtiger wird und damit langsamer ist. Ich bin schon öfters gestürzt und habe mir aber noch nie wehgetan, deswegen habe ich auch keine Angst. Aber Respekt!

G.Y.P. Team: Was sind deine Ziele für die nahe Zukunft?

Svenja: Da ich im Sommer 2012 in eine höhere Altersklasse aufgestiegen bin, habe ich jetzt auch einen anderen Schlitten, der schwerer ist und auch sich auch anders lenken lässt. Ich muss mich erst noch dran gewöhnen. Die Konkurrenz ist auch stärker geworden, da ich noch eine der jüngsten in der Altersklasse bin. Ich hab mir vorgenommen deutschlandweit trotzdem unter die Besten 5 zu kommen.

G.Y.P. Team: Liebe Svenja wir bedanken uns ganz herzlich für die wirklich spannenden Einblicke und wünschen dir weiterhin  viel Erfolg!