Die Sache mit dem Glück

Das Wort „Glück“ kommt ursprünglich vom mittelniederdeutschen Wort „gelucke“ (12. Jahrhundert) bzw. vom mittelhochdeutschen „gelücke“. Das bedeutet soviel wie „Art, wie etwas endet/ gut ausgeht“. Als Glück verstand man also den günstigen Ausgang eines Ereignisses.

Heute ist „Glück“ ein weitreichender Begriff: Es kann das momentane Glücksgefühl ausdrücken, wenn man durch (glücklichen) Zufall begünstigt wird oder von negativen Folgen verschont bleibt. Es kann aber auch das Lebensglück bzw. Glückseligkeit ausdrücken, das länger anhält.

Um das Gefühl „Glück“ bzw. „glücklich sein“, für uns zu gewinnen oder zu bewahren, greifen viele auf einen Glücksbringer zurück. Alle kennen sie, manche glauben an sie, für andere sind sie purer Aberglaube. Aber was wissen wir eigentlich über die verschiedenen Symbole? Warum sind Glücksbringer, Glücksbringer?

Vierblättriges Kleeblatt:

Da das vierblättrige Kleeblatt  in der Natur sehr selten (Mutation) ist, braucht es Glück, um es überhaupt zu finden. Denn Gezüchtete bewirken das Gegenteil! Auf Reisen soll es die Reisenden beschützen und in Kleidung eingenäht, schützt es den Träger vor dem Bösen.

Die Legende zum Kleeblatt besagt, dass die biblische Eva aus dem Paradies ein vierblättriges Kleeblatt als Andenken mitnahm. Der Besitzer, so heißt es, besitzt also ein kleines STück vom Paradies.

Glückspfennig:

Der Glückspfennig (bzw. Cent) ist ein Symbol für Reichtum und so wünscht man dem Empfänger, dass sein Geld nie ausgehen möge. Der Glückspfennig wird oft als kleinere Ausgabe des goldenen Tauftalers oder des Weihgroschens angesehen. Diese wurden früher an die Stalltüren genagelt oder mit sich geführt, um Hexen zu vertreiben.

Schornsteinfeger:

Wenn früher der Kamin verstopfte oder den Rauch schlecht abzog, dann war das Kochen oder heizen nicht möglich. Der Schornsteinfeger bedeutete in diesen Situationen Hilfe, denn er reinigte den Kamin bzw. Schlot und brachte so das „Glück“ zurück ins Haus. Deshalb soll es auch heute Glück bringen, einen Schornsteinfeger zu berühren.

Glücksschwein:

Bei den germanischen Völkern war der Eber ein heiliges Tier. Auch bei den Griechen und Römern galt derjenige als privilegiert, der viele Schweine besaß, die letzlich auch Nahrung bedeuteten. Das Schwein ist deshalb ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum. Bei Wettbewerben im Mittelalter wurde dem Letzten als Trostpreis ein Schwein überreicht. Dieser hatte also das Glück „Schwein gehabt“ zu haben.

 

Das waren nur ein paar unserer Glücksbringer. Kennt jemand noch die Herkunft von weiteren Glücksbringern? Zum Beispiel Hufeisen oder Hasenpfote? Oder vielleicht auch Glücksbringer, die im Ausland geläufig sind? Dann schreibt uns!